Hohe Inflationsraten werden uns noch lange begleiten. In Bezug auf Basismetalle kommt die Energiewende als zweiter Preistreiber hinzu. Wie sich Rohstoffe als probates Mittel zur Abfederung der Geldentwertung erwiesen haben, erläutert Armin Sabeur.

Ähnlich wie fast alle Assetklassen sind zuletzt auch die Preise von Edel- und Industriemetallen deutlich eingebrochen. Insbesondere bei letzteren macht sich das makroökonomische Umfeld negativ bemerkbar. Die Rezessionsängste nehmen zu und die kommenden Wochen könnten weiterhin von starker Unsicherheit geprägt sein. Gerade im Bereich der Basismetalle (z. B. Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink, Blei und Nickel) mahnt das streng regelbasierte quantitative Modell der OPTINOVA deshalb noch zu einer eher defensiven Ausrichtung. Mittel- bis langfristig sieht dies allerdings ganz anders aus. Anleger, die im Metallsektor stark unter- oder überhaupt nicht investiert sind, sollten den rechtzeitigen Einstieg bzw. die Aufstockung ihrer Positionen deshalb keinesfalls verpassen.

Hohe Inflationsraten als dauerhaftes Phänomen

So dürfte es immer mehr zum Konsens werden, dass es sich bei Inflationsraten im mittleren oder hohen einstelligen Bereich keineswegs nur um ein vorübergehendes Phänomen handelt. Die ausufernde Fiskalpolitik und die Schuldenlast vieler Staaten macht es den Zentralbanken extrem schwer, der Geldentwertung mit wirkungsvollen Maßnahmen entgegenzuwirken. Der zögerliche Richtungswechsel der EZB spricht an dieser Stelle Bände. 

Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg stellen zudem die stark vorangeschrittene Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte auf den Prüfstand. Viele multinationale Konzerne spielen mit dem Gedanken oder haben bereits damit begonnen, ihre Abhängig von Ausland zu verringern. Fallende Globalisierungsgewinne und dauerhaft steigende Kosten werden dafür notgedrungen in Kauf genommen. Hinzukommen der demografische Wandel in der westlichen Welt sowie steigende Löhne in Osteuropa. Beide Faktoren spiegeln sich bereits jetzt im heimischen Dienstleistungssektor wider, werden aber erst ab Mitte der laufenden Dekade richtig zum Tragen kommen. 

Rohstoffe als Inflationsschutz

Als wirkungsvolles Abfederungsinstrument gegen hohe Inflationsraten haben sich in der Vergangenheit regelmäßig Rohstoffinvestments erwiesen. Während die Kursentwicklungen des breiten Aktienmarktes und insbesondere die von Anleihen oft negativ mit stark steigenden Verbraucherpreisen korreliert sind, lässt sich hier in Bezug auf Commodities ein signifikanter Gleichlauf feststellen. Für die vergangenen 70 Jahre hat etwa die Bank of America zwischen Inflation und Gold einen Korrelationskoeffizienten von 40 Prozent ermittelt, bezogen auf Rohstoffe insgesamt lag der entsprechende Wert sogar bei über 70 Prozent. Schaut man sich die Bewertung von Rohstoffen als Gesamtmarkt (Bloomberg Commodity Index) über die vergangenen 30 Jahre an, fällt auf, dass diese im Vergleich zu Aktien (MSCI World Index) aktuell sehr niedrig bepreist sind. 

Dekarbonisierung als Kostentreiber für Basismetalle

Den Basismetallen dürfte beim anstehenden Preisaufschwung eine besondere Rolle zukommen. So sind zum Erreichen der weltweit ausgerufenen Klimaziele in den kommenden Jahrzehnten enorme Milliardenbeträge in die Energiewende und die Elektromobilität zu investieren. Im Vergleich zu einem Atom- oder Kohlekraftwerk wird für die Herstellung einer Fotovoltaikanlage je Megawatt-Leistung aber ein Vielfaches an Eisen und Aluminium benötigt. Für Elektroautos ist rund dreimal so viel Kupfer erforderlich wie für herkömmliche PKWs. Nach Schätzungen der globalen Forschungs- und Beratungsgruppe Wood Mac Kenzie könnte der Bedarf an dem rötlichen Metall in den kommenden Jahrzehnten insgesamt wohl fast dem Doppelten der aktuellen Fördermenge entsprechen. Gleichzeitig sollen bis 2035 diverse Minen ihren Betrieb einstellen und die Entwicklung neuer Minen kann von der ersten Sichtung bis zur Inbetriebnahme durchaus 20 Jahre dauern. Diese Konstellation wird die Situation auf dem Kupfermarkt drastisch verschärfen.

OPTINOVA Metals & Materials

Der im Oktober 2012 aufgelegte OPTINOVA Metals & Materials engagiert sich genau in den Rohstoffen, die von hohen Inflationsraten, aber auch der zunehmenden Dekarbonisierung der Weltwirtschaft überproportional profitieren werden. Dabei investiert der Fonds prognoseunabhängig und strikt regelgebunden bis zu 52 Prozent seiner Anlagemittel in Edel- und Industriemetall ETCs. Bis zu 48 Prozent des Fondsvermögens fließen in unterbewertete Aktien von Unternehmen, die in der Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen tätig sind. Interne empirische Kapitalmarktuntersuchungen haben ergeben, dass sich über die Mischung von Aktien und Exchange Traded Commodities ein besonders ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil erzeugen lässt. 

Bei der Unternehmensauswahl legt das Fondsmanagement strikte Value-Kriterien zugrunde, wie beispielsweise ein niedriges Kurs-Gewinn- und Kurs-Cashflow-Verhältnis. Hinzukommen muss zudem eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent und die Zahlung einer Dividende, wodurch eine stabile Gewinnsituation sichergestellt wird. Die Gewichtung der einzelnen Titel sowie der verschiedenen ETCs erfolgt auf Basis von Momentum-Kriterien.


Ein Beitrag von Armin Sabeur, Vorstand und Portfoliomanager bei OPTINOVA

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Anlageprodukte:

Optinova Metals & Materials (DE000A1J3K94 / DE000A2QSGD3) 

OPTIONOVA – die Rohstoffspezialisten in der Tradition verantwortungsbewusster Familienunternehmen. Mit mehr als 40 Jahren Teamerfahrung: Unsere Rohstofffonds investieren ausschließlich in Werte, die einen natürlichen und stabilen Bedarf bedienen – für ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil.

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