Alternative Anlagen können dazu beitragen, ein Portfolio diversifizierter zu gestalten, um die Auswirkungen von Marktschwankungen zu dämpfen. Jedoch gilt es dabei auch, die Komplexität und die Risiken im Auge zu behalten.

Insbesondere in Zeiten erhöhter Marktvolatilität ist es ratsam, alle Optionen abzuwägen, wenn es um darum geht, ein Portfolio für die Zukunft zusammenzustellen. Auch Alternative Anlagen können einen Beitrag zur Diversifikation leisten. Doch ihre Komplexität verlangt besonderes Augenmerk. Nicht alle Eigenschaften alternativer Anlageformen werden von Investoren weithin verstanden. Im Folgenden wollen wir fünf gängige Missverständnisse, die es im Bereich der alternativen Anlagen gibt, entmystifizieren.

Mythos 1: Alternative Anlagen sind nur sehr vermögenden Anlegern und institutionellen Investoren zugänglich.

Wahrheit: Das Universum alternativer Anlageformen umfasst ein breites Spektrum von Angeboten, die wiederum unterschiedliche Anlegertypen ansprechen. So sind zwar einige Fondstypen unter Umständen nur für „qualifizierte Käufer“ oder „zugelassene Investoren“ zugänglich, es gibt jedoch andere Anlagevehikel, die den Zugang zu alternativen Investments ohne solche Einschränkungen ermöglichen.

Mythos 2: Alternative Strategien erhöhen das Anlagerisiko im Portfolio.

Wahrheit: Es kommt darauf an. Betrachtet man eine alternative Strategie als alleinige Lösung, weist sie aufgrund ihrer geringeren Liquidität und ambitionierteren Renditeziele für gewöhnlich ein höheres Risikoprofil auf als traditionellere Bestände. Betrachtet man sie hingegen als Teil eines Gesamtportfolios, muten die Anlagerisiken möglicherweise gemäßigter an – alternative Anlagen werden oftmals von anderen Marktgegebenheiten beeinflusst als traditionelle Anlagen, wie etwa Aktien und Anleihen, und zeigen nicht immer eine ähnliche Wertentwicklung auf. In der Tat sind einige alternative Strategien, wie etwa marktneutrale Ansätze, darauf ausgerichtet, das Gesamtrisiko eines Portfolios zu verringern. Diese Eigenschaften machen alternative Anlagen zu einer attraktiven Quelle für Diversifikation und Renditepotenzial – und dienen möglicherweise sogar als Puffer gegen die Volatilität. Neben dem Anlagerisiko sind die Anleger zudem gut beraten, andere potenzielle Risiken im Auge zu behalten, die sich aus der unregulierten Struktur vieler alternativer Anlageformen ergeben. Die Risikotoleranz Ihres Gesamtportfolios zu überprüfen, ist ein guter Ausgangspunkt.

Mythos 3: Die Illiquidität alternativer Anlageformen ist von Nachteil für Anleger.

Wahrheit: Als allererstes ist festzustellen, dass nicht alle alternativen Anlagen illiquide sind. So sind manche alternative Strategien über regulierte Fonds, die eine normale Liquidität aufweisen, für Anleger zugänglich. Allerdings kann sich die illiquide Natur bestimmter alternativer Anlagen auch positiv auf ein Portfolio auswirken. Während sich traditionelle Investmentfonds bei Marktturbulenzen unter Umständen Barmittel beschaffen müssen, um die täglichen Rücknahmen zu bedienen, ist es zum Beispiel bei alternativen Strategien, die nicht in täglich liquiden Vehikeln investiert sind, weniger wahrscheinlich, dass sie gezwungen sind, ihre Bestände schnell – und zu einem niedrigeren Preis – zu verkaufen. Doch auch wenn bei einem Anlagevehikel keine tägliche Rückgabe möglich ist, kann eine höherer Illiquidität Investitionen in möglicherweise höher rentierliche oder komplexere Anlagen ermöglichen.

Mythos 4: Alternative Anlagen sind gleichbedeutend mit Hedge- und Private-Equity-Fonds.

Wahrheit: Das Spektrum alternativer Anlagen ist breit gefächert und vielfältig. Zum Beispiel haben Strategien für Privatfinanzierungen und bestimmte Immobilienstrategien, die in der Regel über einen Private-Equity-ähnlichen Fondstyp angeboten werden, ein beträchtliches Wachstum seit der globalen Finanzkrise erfahren, als traditionelle Kreditgeber wie Banken begannen, ihre Kreditvergabepraktiken zu ändern. Derartige Strategien für alternative Anlagen und Privatfinanzierungen können Anlegern die Gelegenheit bieten, im Laufe der Zeit attraktive Renditen zu erwirtschaften – und zugleich für die höheren Illiquiditäts- und Komplexitätsrisiken entschädigt zu werden.

Mythos 5: Alternative Anlagen sind kein notwendiger Bestandteil Ihres Portfolios.

Wahrheit: Gerade in Zeiten erhöhter Unsicherheit müssen Anleger über die traditionellen Anlageklassen hinaus nach anderen Renditequellen suchen, um ihre finanziellen Ziele mit größerer Gewissheit zu erreichen. Eine Beimischung alternativer Anlagen zu ihrem Asset-Mix kann Anlegern die Chance bieten, die Performance ihres Portfolios zu verbessern, die Streuung zu erhöhen und das Gesamtrisiko zu verringern. Von besonderer Bedeutung aber ist, dass alternative Anlagen, weil sie neue Gelegenheiten eröffnen und das Anlageuniversum erweitern, Investoren dabei unterstützen können, ihre Ziele zu erreichen.

Fazit: Alternative Anlagen können ein einzigartiges Risiko-Rendite-Profil und komplexe Anlagecharakteristika aufweisen und sind daher nicht für jeden Anleger gleichermaßen geeignet. Für Investoren, die über die traditionellen Anlagen hinaus ein erweitertes Spektrum an Marktchancen nutzen möchten, um Ihr Portfolio zu diversifizieren und ihre Renditeziele zu erreichen, können alternative Anlagen durchaus eine interessante Option darstellen.

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