In der Corona-Rezession macht es keinen Sinn auf Dividenden von Unternehmen zu setzen! Im Gegenteil: Selten waren sie im Portfolio so wertvoll. Mit Dividendenfonds holen Sie die Vorteile von Dividenden auf unkomplizierte Weise ins Depot Ihrer Kunden (Fondsübersicht zum Download).

In diesen Corona-Zeiten mit den zahlreichen negativen Nachrichten über Wirtschaft, Rezession und einzelne Unternehmen machen viele Anleger für sich eine einfache Rechnung auf: Die Wirtschaft steckt in der Rezession, Unternehmen geht es schlecht, sie zahlen keine oder weniger Dividenden an ihre Aktionäre – somit kann ich Dividenden bei meiner Kapitalanlage und in meiner Anlagestrategie erst einmal vergessen. Doch diese Rechnung ist zu einfach – das Gegenteil ist der Fall.

2020: ein Dämpfer, aber keine Dividendenkrise

Natürlich haben viele Unternehmen in der globalen Krise ihre Dividenden aufgrund rückläufiger Ergebnisse gekürzt, manche sogar gestrichen. Allerdings konnten doch einige Konzerne allen Unkenrufen zum Trotz 2020 ihre Ausschüttungen sogar anheben. Es gibt sie also, die „Dividendenaristokraten“, die auch in Krisen mit guten Gewinnen und sogar steigenden Dividenden glänzen. Nach dem weltweiten Dividenden-Rekordjahr 2019 mit Ausschüttungen von 1,43 Billionen US-Dollar an die Aktionäre1 blieben Dividenden selbst nach einem Rückgang im Krisenjahr 2020 insgesamt immer noch in attraktiven Größenordnungen.

Der Ausgangspunkt: 2019, ein Dividenden-Rekordjahr
Summe aller Dividendenausschüttungen weltweit (in Billionen USD)

Quelle: Janus Henderson Investors, Global Dividend Index, 25. Ausgabe, Februar 2020/ https://cdn.janushenderson.com/webdocs/JHGDI+Ed+25+Report+_GERMAN.pdf

Die bedeutendsten Beiträge zum globalen Dividendenwachstum der vorangegangenen Jahre kamen aus Nordamerika, den Schwellenländern und Japan. Doch es lohnt sich durchaus auch den Blick auf Deutschland zu werfen, um Anlegern die tatsächlichen Dimensionen der Dividenden-Ausschüttungen vor Augen zu führen.

Hierzulande brach 2019 ebenfalls alle Rekorde. Ganze 38,5 Mrd. Euro schütteten allein die 30 DAX-Unternehmen an ihre Anleger aus. Und wenn auch 2020 ein Rückgang zu verzeichnen war, rangiert das Jahr noch immer über dem schon guten Niveau von 2017. Ein Vergleich, der Anlegern, die an der Dividende zweifeln, überraschen wird: Allein die DAX-Konzerne planten 2020 Ausschüttungen von 34,1 Mrd. Euro. Das ist genau dieselbe Größenordnung, die 2020 aus dem Corona-Konjunkturprogramm der Bundesfinanzministeriums abgerufen wurde („der große Bumms“ belief sich 2020 auf rund 35 Mrd. Euro).2

Dividenden der DAX-Unternehmen 2020: Rückgang auf höchstem Niveau (Grafik als Download verfügbar)

*Schätzung, **Abgerufen bis 7. Dezember 2020, gem. Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine schriftliche Anfrage

Unternehmen entscheiden in jedem Jahr neu über die Höhe der Dividende. Eine Ausschüttung kann daher nicht garantiert werden. Ausschüttungen der Vergangenheit sind keine verbindliche Indikation für künftige Dividenden. Die Höhe des Ausschüttungsbetrags für den einzelnen Anleger ist abhängig von seinen gehaltenen Aktienanteilen. Quellen: Statista/DividendenAdel (BFM Berlin Financial Media GmbH), welt.de, 22.12.2020

Solide Unternehmen, solide Dividenden

Dem DAX hilft sicherlich auch sein nicht ganz unberechtigtes Langeweiler-Image. Denn traditionell defensive Branchen wie Versorger sind hier ebenso zu finden wie Unternehmen aus dem Gesundheitssektor. Diese gehören neben Grundbedarfsgütern zu den Sektoren, die von Dividendenfondsmanagern gern übergewichtet werden. Denn sie sind typischerweise weniger abhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Wer Wert auf möglichst nachhaltige Dividenden in jedem Jahr legt, wird als Investor den Fokus generell auf Unternehmen mit Geschäftsmodellen legen, die unabhängig von der Sektorzugehörigkeit weniger sensibel auf Veränderungen der Wirtschaftsdynamik und Konjunkturzyklen reagieren.

Diese Faktoren beeinflussen nicht nur die Auswahl von Unternehmen mit soliden Bilanzen und hohem cash flow, denen Experten die konstantesten Ausschüttungen von Dividenden zutrauen. Typischerweise selektieren sie auch Unternehmen, die in konjunkturell schwierigen Umfeldern weniger starke Kursabschläge hinnehmen müssen. Ein Schwerpunkt auf Dividendentitel kann also zur Stabilität im Aktienportfolio beitragen – ein wichtiger Aspekt für Anleger, die sich angesichts ungewisser Aussichten eher defensiver positionieren wollen.

Erträge aus Dividenden zählen in zinslosen Zeiten mehr denn je

Die Zeiten nennenswerter Zinsen sind vorbei. Die Entscheidungen und Strategieanpassung der großen Zentralbanken (wie etwa der US-amerikanischen FED) lassen nicht auf ein absehbares Ende der Zinsdürre hoffen. Das schmälert die Aussichten für die festverzinslichen Anlageformen und Anlageklassen, die traditionell als stabile Ertragsbringer in Portfolios fungierten. Die regelmäßigen Ausschüttungen aus Dividendentiteln waren daher trotz möglicher Schwankungen für viele Anleger zuletzt eine zunehmend wichtige Alternative. Das dürfte sich perspektivisch kaum ändern.

Kurzfristig gesehen mögen die Dividenden einiger Unternehmen geringer ausfallen als in der Vergangenheit. Die langfristige Perspektive hingegen sieht anders aus. Dividendenwerte sind in der Regel breit aufgestellte Weltkonzerne mit soliden Bilanzen und defensiven Geschäftsmodellen. Wer einmal lange zurückblickt, sieht sich im Ergebnis über Jahrzehnte – und mit einigen Krisen – bestätigt. Bei Aktien im MSCI World (Total Return) machten Dividenden über die letzten 35 Jahre betrachtet nahezu die Hälfte aller Zuwächse aus. Durch den Wiederanlageeffekt konnten sie die Rendite für Anleger über diesen Zeitraum fast vervierfachen. Dividenden können also nicht nur ausgeschüttet werden und dann einen Anteil an regelmäßigen Erträgen haben. Sie können auch – wieder angelegt – einen wesentlichen Beitrag zur Rendite einer Kapitalanlage leisten.

Dividenden: wichtiger Beitrag zur Gesamtrendite
Wertentwicklung von Aktien weltweit mit und ohne Dividenden

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Indikatoren für zukünftige Erträge. Die Wertentwicklung eines Finanzinstruments kann sich von der Wertentwicklung eines Aktienindex unterscheiden, auch wenn das Finanzinstrument versucht, den Aktienindex genau abzubilden. Die Darstellung dient lediglich illustrativen Zwecken. Quelle: FFB, Datastream; MSCI World Kursindex und Total Return Index, in EUR, März 1976 ­ Dez 2020, rebasiert auf 100

Aktiv gemanagt oder mit passiven Produkten Dividenden ins Portfolio holen

Eine unerwartete Entwicklung fand in der Technologiebranche statt. Gerade aufstrebende Unternehmen investieren oft lieber in ihr Wachstum als in Ausschüttungen. Doch einige der amerikanischen Technologieriesen könnten zur nächsten Generation der Dividendenaristokraten werden. Apple3 und Microsoft3 gehören bereits zu den fünf großzügigsten Dividendenzahlern der Welt.  

Beispiele wie diese zeigen, dass es sinnvoll sein kann, Titel für Dividendenfonds aktiv und nach eingehender Prüfung der Unternehmen auszuwählen. Wenn Sie Fonds als Dividendenlösung einsetzen, finden Sie bei der FFB ein umfassendes Angebot für Ihre Kunden. Über 180 aktiv gemanagte Fonds stehen zur Wahl. Für kostensensible Anleger kann auch aus mehr als 30 Dividenden-ETFs-gewählt werden. Nutzen sie die Liste zum Download – oder loggen Sie sich direkt ein, um im Fondsfinder weitere Informationen zu einzelnen Fondsangeboten zu erhalten.

Dividendenfonds und -ETFs bei der FFB (Liste als Download verfügbar)

Quellen:

1 Janus Henderson Investors, Global Dividend Index, 25. Ausgabe, Februar 2020.
2 welt.de, 22.12.2020.
3 Die genannten Unternehmen dienen allein der Illustration. Eine Empfehlung zu Kauf- oder Verkauf von Unternehmenstiteln wird ausdrücklich nicht gegeben. Eine entsprechende Prüfung fand nicht statt.

         

Strategien für Ihre Kundenportfolios:

Der XXL-Biden-Effekt

Mega-Konjunkturpakete, Aufwärtsrevision der Gewinnerwartung von Unternehmen


ODDO BHF AM

ODDO BHF AM

Experten-Gastbeitrag

So starten Unternehmen aus der Krise

Exklusive Einblicke unserer Analysten


Fidelity

Fidelity

Experten-Gastbeitrag

Folgen der Konjunkturerholung für Anleihen, Aktien und Gold

Wie anlegen in der Anfangsphase des Konjunkturzyklus nach der Pandemie? Die P…


PIMCO

PIMCO

Experten-Gastbeitrag

So starten Unternehmen aus der Krise

Exklusive Einblicke unserer Analysten


Fidelity

Fidelity

Experten-Gastbeitrag

Wer weniger verliert, muss weniger aufholen

Jetzt wechseln in den DPAM Invest B Equities World Sustainable: Anlagen in na…


DPAM

DPAM

Experten-Gastbeitrag

Argumente für Dividenden in einem veränderten Umfeld

Glaubt man den Unkenrufern der letzten Monate, müsste das Dividendenjahr 2020…


Fidelity

Fidelity

Experten-Gastbeitrag