Ab 2022 gelten neue Regeln bei der Kirchensteuer. Diese nicht zu beachten kann in einer „jungen“ Kundenbeziehung zu ersten kleinen Ärgernissen nach Depoteröffnung führen.

Ab 1. Januar 2022 sind Depotbanken verpflichtet, die Religionszugehörigkeit Ihrer Kunden beim Bundeszentralamt für Steuern abzufragen, damit die Kirchensteuer auf Kapitalerträge auch bei neu eröffneten Depots automatisiert abgeführt werden kann. Wie bei der Kapitalertragssteuer wird die darauf berechnete Kirchensteuer ebenfalls direkt im Jahr der Depoteröffnung unmittelbar von der depotführenden Bank abgezogen. Dies war bisher erst ab dem ersten vollen Jahr der Fall.

Drei entscheidende Merkmale für die richtige Depoteröffnung: 
Name, Geburtsdatum und steuerliche Identifikationsnummer

Die Abfrage beim Bundeszentralamt für Steuern, die von der FFB für Ihre Kunden automatisiert vorgenommen wird, basiert auf den Namen und Vornamen des Depotinhabers, dem Geburtsdatum und der Steueridentifikationsnummer (IdNr). Wichtig ist vor allem auch die Steuerdentifikationsnummer – im Englischen „Tax Identification Number“ (TIN) – die bei Eröffnung daher im Feld „TIN“ abgefragt wird. Sind diese Angaben bei der Depoteröffnung korrekt erfasst, erleben Ihre Kunden von Anfang an einen reibungslosen Service mit dem Fondsdepot bei der FFB. Zusammen mit den Unterlagen zum Depot erhalten sie dann lediglich den Hinweis, dass die Kirchensteuerabgabemerkmal (in Amtsdeutsch: KiStAM) beim Bundeszentralamt für Steuern abgefragt wurden. Die Kirchensteuer wird dann automatisch berechnet und abgeführt, sofern eine Kirchensteuerpflicht besteht.

Ist eines dieser Merkmale bei der Depoteröffnung nicht korrekt angegeben worden, stehen Mehraufwand und Ärgernisse ins Haus, die gerade eine junge Kundenbeziehung belasten können. Denn die FFB erhält vom Bundeszentralamt eine „Negativmeldung“ – ohne Angabe von Gründen wird die Anfrage abgelehnt. Die FFB muss also Ihren Kunden anschreiben, um korrekte Daten zu erhalten. Ein Ärgernis: insbesondere, weil viele Kunden bezüglich ihrer Steuernummer und der davon abweichenden steuerlichen Identifikationsnummer im Zweifel sind. In diesem Fall bedeutet das in der Regel nicht nur vermeidbaren Aufwand und Ärger bei Ihren Kunden, sondern auch Rückfragen an Sie.

Servicetipp
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Neukunden bei der Depoteröffnung die
steuerliche Identifikationsnummer (IdNr) zur Hand haben und diese in das
dafür vorgesehene Feld (TIN) bei der Depoteröffnung eingetragen wird.
Die Steuer-ID besteht aus elf Ziffern. So kann man sie von der Steuernummer
unterscheiden, die aus 13 Ziffern aufgebaut ist. Die Steuer-ID bleibt ein Leben
lang gleich. Seit 2007 teilen die Finanzbehörden die Steuer-Identifikationsnummer 
jedem Bundesbürger in Deutschland automatisch mit, bei Neugeborenen schon 
bei der Geburt. Die meisten Erwachsen haben 2008 eine Mitteilung der Steuer-
behörden mit ihrer Steuer-ID erhalten. Sie findet sich aber auch auf den 
Einkommensteuerbescheiden Ihrer Kunden. Dort sind in der Regel Steuernummer
und steuerliche Identifikationsnummer eingedruckt.

Strategien für Ihre Kundenportfolios:

3 Jahre Carmignac Portfolio Grandchildren | Carmignac

Investitionen in zukunftsbewusste Innovation durch den Carmignac Portfolio Gr…


Carmignac

Carmignac

Experten-Gastbeitrag

Alternativen erschließen – europäische Rechenzentren | PIMCO

Eine zunehmende Nachfrage nach lokalen Rechenzenten in Europa schafft attrakt…


PIMCO

PIMCO

Experten-Gastbeitrag

Wachstumsmarkt Digitale Gesundheit | Fidelity

Der technische Fortschritt revolutioniert in den kommenden Jahren den Gesundh…


Fidelity

Fidelity

Experten-Gastbeitrag