Keine Vorabpauschale 2021! Mit dieser Meldung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) können sich Ihre Kunden auf ein Jahr ohne Steuern auf ihre Fondsanteile freuen – solange sie nicht verkaufen. Eine besondere Chance, auch im Neugeschäft.

Seit der Investmentsteuerreform 2018 sollen auch Fondsanteile, die nicht veräußert werden, mit einer Vorabpauschale als „Abschlagszahlung“ auf künftige Veräußerungsgewinne versteuert werden. Das bedeutete seither: Ihre Kunden wurden im Januar vom Fiskus zur Kasse gebeten. Es fielen die Vorabpauschalen auf die Fonds im Depot für das abgelaufene Jahr an.

Für 2021 wird das anders sein. Im Januar 2022 werden auf thesaurierende Fonds anlegerseitig keine Steuern anfallen, solange diese nicht verkauft werden. Der Grund liegt in der Berechnung der Pauschale. Wesentlicher Faktor ist dabei der Basiszins auf das investierte Kapital, der hypothetisch zugrunde gelegt wird (alle Details hier). Er leitet sich von langfristig erzielbaren Renditen deutscher Staatsanleihen mit jährlichen Zinszahlungen und Restlaufzeiten von 15 Jahren ab. Die Bundesbank errechnet ihn anhand der Zinsstrukturkurven jeweils zum ersten Börsentag eines neuen Jahres. Für 2021 hat die Bundesbank nun zum 4. Januar erstmals einen negativen Wert ermittelt: Er liegt bei minus 0,45 Prozent, wie das BMF mitteilt.

2021: In thesaurierenden Fonds Gewinne und Dividenden steuerfrei mitnehmen

Für Ihre Kunden und Neukunden ist das eine gute Nachricht. Denn ein möglicher Wertzuwachs im Jahr 2021 und alle wiederangelegten Dividenden können in einem thesaurierenden Fonds ohne Abzug der Vorabpauschale ins Jahr 2022 mitgenommen werden. Als Berater können Sie diesen positiven Effekt auf Depots Ihrer Kunden optimieren: Denn wer Verkäufe und Ausschüttungen im Jahr 2021 möglichst vermeidet, profitiert am meisten. Tipp: Die Umstellung von ausschüttenden auf thesaurierende Anteilsklassen kann ein sinnvoller Schritt sein, sofern ein Kunde nicht auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen ist. Frisch angelegtes Kapital dürfte aus demselben Grund 2021 in thesaurierenden Fondstranchen gut aufgehoben sein.

Beides könnte sich auch für die Folgejahre als gute Strategie erweisen. Wenn nämlich die Zentralbankzinsen nahe null bleiben und deutsche Staatanleihen weiter negative Verzinsung aufweisen sollten. Dann wird eine Vorabpauschale auch nach 2021 nicht abgezogen.

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