Die Corona-Maßnahmen verändern die Welt. Technologiedienstleistungen gehören mehr und mehr zur Grundversorgung. Viele Impulse dürften fortwirken und in der äußerst vielfältigen Branche Anlegern global Chancen eröffnen – auch nach Corona. Lesedauer 2 - 3 Min.

Die Corona-Krise könnte zum Schlüsselmoment für die Technologiebranche werden. Das liegt vor allem an den Maßnahmen wie den temporären Lockdowns oder dem kontinuierlichen Social Distancing: In Massen konnten Menschen nicht an ihren angestammten Arbeitsplatz, zum Teil durften sie das Haus nicht verlassen oder sie scheuten Einkäufe in lokalen Ladengeschäften. Die Folge: Der Onlinehandel boomt, die Arbeit aus dem Homeoffice rückt Telekommunikations- und Netzdienstleistungen in den Fokus. Technologie und technologiegetriebene Anwendungen haben daher in der Krise noch einmal einen deutlichen Nachfrageschub erhalten.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass sich auch bei der Normalisierung des Alltagslebens das Rad nicht gänzlich zurückdrehen wird. Die Krise war damit ein riesiger Beschleuniger des technologischen Wandels. Sie könnte sich rückblickend als Schlüsselmoment für die weiter wachsende Bedeutung vor allem von digitalen Technologien erweisen.

Onlinehandel: weltweite Umsätze auf Wachstumskurs (Grafik als Download verfügbar)
Umsatzprognose für den Online-Handel (in Mrd. US-Dollar)

* Anmerkung: Umsätze beziehen sich auf den Bruttowarenwert in den Bereichen Mode, Elektronik/Medien, Spielzeug/Hobbys/Handwerkerbedarf, Möbel/Haushaltsgeräte, Lebensmittel/Drogerie. Quelle: Statista Digital Market Outlook 202

Technologischer Wandel: ein globales und vielfältiges Thema

Auch wenn die rasante Kursentwicklung der Aktien von Amazon, Facebook, Apple, Microsoft oder Google im ersten Halbjahr 2020 viel Aufmerksamkeit erfuhr, sind die Technologie- und Kommunikationsriesen beileibe nicht die einzigen, die vom Wandel profitieren. Und es ist perspektivisch gerade bei den großen, marktdominierenden Playern zu bedenken: Da auch die Staaten Technologie und Kommunikation immer mehr als Elemente der Grundversorgung der Bevölkerung begreifen, könnte deren Marktmacht auf Dauer durch staatliche Eingriffe zum Teil erheblich geschmälert werden.

Der technologische Wandel geht ohnehin weiter als der Blick auf die offenkundigen Entwicklungen vermuten lässt. Zum einen ist er deutlich internationaler und nicht allein USA-fixiert. Gerade was den Ausbau mobiler Datennetze (z. B. G5) oder auch moderne Zahlungsmethoden angeht, stellt die Entwicklung in Asien Europa, aber auch die USA, in den Schatten. Bereits 2024 sollen in China etwa mit über 80% Marktanteil elektronische Geldbörsen die dominante Zahlungsweise sein.1 Die hierzulande noch stiefmütterliche Anwendung würde damit Banküberweisungen oder Kartenzahlungen weitgehend abgelöst haben. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass Asien mehr und mehr selbst in der Entwicklung von Verbrauchertechnologie den USA den Rang ablaufen könnte. Dazu passt auch, dass das renommierte US-Wirtschaftsmagazin Fortune in seiner neuesten „Change the World“-Liste von Unternehmen, die unsere Welt verändern, den chinesischen Online-Giganten Alibaba auf Platz 2 und damit vor PayPal setzt. Platz eins wurde übrigens – aus naheliegenden Gründen – Impfstoffherstellern eingeräumt.2

Zum anderen entwickelt sich Technologie nicht nur in den unmittelbar verbraucherbezogenen Anwendungen fort, sondern betrifft alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche: So gewinnt etwa Telemedizin nicht nur in Pandemiezeiten weiter an Bedeutung. Oder die Verbreitung von Industrierobotern nimmt deutlich zu – übrigens hauptsächlich in asiatischen Ländern wie China, Japan und Korea.3

Technologische Wachstumstreiber: die zweite Welle

Ein weiteres Phänomen könnte sich für Berater und ihre Anlegerkunden als bedeutsam erweisen: Auf der Basis der Plattformtechnologien, die Großkonzerne wie Microsoft, Google oder Amazon zur Verfügung stellen, wächst die Zahl der technischen Applikationen und Dienstleistungen, die deren technologische Basis nutzen. Erfolgsgeschichten etwa wie die schnelle Ausbreitung des lange weitgehend unbekannten Videoconferencing-Angebots Zoom oder von spezialisierten Onlineshops, die Plattform und Logistik von Amazon nutzen, wären ohne diese Basistechnologien nicht denkbar. Welche dieser Angebote sich dauerhaft durchsetzen und Anlegern attraktive Investmentmöglichkeiten bieten können, ist offen. Es Bedarf fundamentaler Analysen, um die Gewinner der „zweiten Welle“ und Anlagechancen für langfristig orientierte Anleger zu identifizieren.

Berater sollten daher im Blick haben: Der technologische Wandel ist nicht auf wenige Unternehmen oder eine Weltregion beschränkt. Zur Risikostreuung kann es ratsam sein, die Chancen des Wandels mithilfe von flexibel in unterschiedliche Ländermärkte und Unternehmen investierenden Fondsprodukten ins Portfolio zu holen.

Quelle: Statista Digital Market Outlook 2020
Fortune.com, September 2020
3 Executive Summary World Robotics 2018, Industrial Robots

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