Hunderttausende Seeleute sitzen wegen der Corona-Pandemie auf Handelsschiffen fest. Fidelity International hat schnell reagiert und schlägt Alarm, denn neben einer weltweiten humanitären Krise könnte sich auch ein massives Versorgungsproblem anbahnen.
Viele Unternehmen schütten weiterhin Dividenden aus (und steigern sie)
Viele Unternehmen haben ihre Dividende 2020 erneut erhöht – sogar da, wo die Dividendenkürzungen am häufigsten waren: in Kontinentaleuropa und Großbritannien. Konkret: Rund die Hälfte der Unternehmen hat ihre Ausschüttungen im Jahr 2020 gegenüber 2019 angehoben.
Warum haben Unternehmen 2020 ihre Dividenden gesenkt? So vielfältig die Gründe dafür sind, so klar hat sich ein Muster herausgebildet: Am größten ist das Risiko der Dividendenkürzung bei Unternehmen, die besonders konjunkturabhängig und hoch verschuldet sind. Bei Firmen mit defensiverem Geschäftsmodell und soliderer Finanzlage war das Risiko von Dividendenkürzungen deutlich geringer. Das gilt in der derzeitigen Krise ebenso wie in einem normaleren Marktumfeld.
Meisten Dividendenkürzungen erfolgten in zyklischen Sektoren
Wir haben eine ausgeprägtere Tendenz zu Kürzungen bei besonders dividendenstarken Titeln beobachtet. Bei Unter- nehmen mit hoher Dividendenrendite könnte das daran liegen, dass der Markt deren Finanzkraft und die Robustheit ihres Cashflows anzweifelt. Das jüngste Geschehen verdeutlicht einen Punkt, auf den wir immer wieder hingewiesen haben: Die Titel mit den höchsten Dividenden liefern nicht immer auch die besten langfristigen Ergebnisse für ertragsorientierte Anleger.
Dividendenorientierte Investoren stehen im aktuellen Umfeld zweifellos vor großen Problemen. Doch es gibt zahlreiche Unternehmen, die profitabel sind und weiterhin eine Dividende zahlen. Selbst wenn eine Firma zurzeit keine Ausschüttungen leistet, kann sie interessante längerfristige Chancen eröffnen.

Renditen bleiben attraktiv – Dividendenkürzungen zum Trotz
Absolut gesehen sind die durchschnittlichen Dividenden- renditen derzeit nicht hoch. Die historischen Renditen von Aktien weltweit liegen jedoch – den Dividendenkürzungen zum Trotz – in etwa im langfristigen Durchschnitt oder nur leicht darunter. Zudem ist im Zuge einer „Normalisierung“ der Wirtschaft mit einer Erholung der Dividenden zu rechnen. Wie lange das allerdings dauert, ist offen – für eine schnelle Erholung gibt es keine Garantie.
In relativer Hinsicht ist das anders: Da sehen Aktien für Anleger mit Fokus auf laufende Erträge deutlich interessanter aus. Denn die Notenbanken haben auf die wirtschaftlichen Probleme durch die Coronavirus-Pandemie reagiert. Sie haben die Zinsen stark gesenkt und in einigen Fällen wieder Programme der „quantitativen Lockerung“ gestartet. Die Renditen von Staatsanleihen sowie von Unternehmensanleihen mit Investmentqualität fielen dadurch auf historische Tiefstände. Bei Papieren mit niedrigerem Rating mögen die Renditen zwar höher sein, doch der Grund dafür ist häufig ein größeres Ausfallrisiko.

Veränderungen der staatlichen Ausgabenprioritäten könnten Unternehmen zugutekommen, die regelmäßig eine Dividende ausschütten.
Viele der größten Volkswirtschaften der Welt haben alternde Bevölkerungen. Die Finanzierung der Renten stellt denn auch für einige Regierungen ein erhebliches langfristiges Problem dar. Schon vor der aktuellen Krise erschien es unausweichlich, dass die einzelnen Bürger mehr Verantwortung für ihre Altersvorsorge übernehmen müssen, um den Staat zu entlasten. Heute wachsen die Haushaltsdefizite in vielen Ländern infolge der gewaltigen Konjunkturprogramme rasant an. Eine Senkung der immensen Kosten der staatlichen Systeme für die Alterssicherung könnte eine noch dringlichere Aufgabe werden.

Die Menschen müssten dann mehr Geld für die Altersvorsorge zurücklegen – was die Frage aufwirft: Auf welche Anlagealternativen fiele wohl ihre Wahl? Ein diversifiziertes Portfolio mit Aktien zuverlässiger Dividendenzahler wäre möglicherweise eine gute Lösung. Die Ausschüttungen könnten in der „Ansparphase“ reinvestiert werden und im Ruhestand als Quelle laufender Einnahmen dienen. Denn um die mit der Alterung der Bevölkerungen einhergehende längere Ruhestandsdauer zu finanzieren, könnten Kapitalwachstum und steigende laufende Erträge nötig sein. Das wäre ein weiteres strukturelles Argument, das für Aktien als Quelle laufender Erträge spräche.
Daniel Roberts, Fondmanager des Fidelity Global Dividend Fund
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