„Innovativ denken“ ist ein langfristiger Erfolgsfaktor. Nichts kann das Umsatzwachstum von Unternehmen besser steigern als Innovationen. Genauso wie das Anstoßen von rasanten Veränderungen. Lesedauer 2 – 3 Min.

Innovation und Disruption – zwei Begriffe, die man in unserer sich wandelnden Welt immer häufiger hört. Tatsächlich lässt sich eine ganze Reihe von Fällen skizzieren, in denen etablierte, erfolgreiche Produkte oder Technologien ersetzt oder vollständig vom Markt verdrängt werden. Mit downloadbarer Musik, Tablet-Rechnern, Versandapotheken, Online-Informationsdiensten und Cloud-Computing – um nur einige zu nennen – sind disruptive Entwicklungen angestoßen worden, von denen viele noch gar nicht abgeschlossen sind. Dabei sind Innovation und Disruption keine neuartigen Phänomene. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts sorgte das Automobil für eine revolutionäre Veränderung der Fortbewegung. Richtung Jahrtausendwende war es eine ganze Reihe von Entwicklungen, wie die CD, der Flachbildschirm oder die Digitalfotografie, die neue Maßstäbe setzten.

Innovation und Disruption ähneln sich insofern, als sie beide etwas schaffen und aufbauen. Disruption ist dabei zugleich destruktiv wie kreativ. Sie verändert unsere Art zu denken, uns zu verhalten oder Geschäfte zu machen. Häufig stellen disruptive Kräfte auch gesellschaftliche Paradigmen auf den Kopf. Manchmal erfolgt solch ein Durchbruch umfassend und in einem Schritt, in anderen Fällen hingegen nur langsam. Viele Sektoren waren in den vergangenen Jahrzehnten mit Disruption konfrontiert, wie zum Beispiel der Einzelhandel, der sich stark in Richtung E- Commerce entwickelte. Auch in der Medienlandschaft wirkten disruptive Kräfte. Ein prominentes Beispiel ist Netflix, das eine nicht auf Werbung basierende flexible Form des Fernsehens entwickelte. Insbesondere im Fall von Netflix wurde die Disruption anfangs unterschätzt. Heute ist das Unternehmen führend und produziert inzwischen mehr Filme und Serien als alle Studios in Hollywood.

Top oder Flop?

Innovation und Disruption in Unternehmen folgen in der Regel einer sogenannten S-Kurve. Demnach beschleunigt sich ab einem bestimmten Punkt die Akzeptanz einer Neuerung markant. Wichtig ist zu prüfen, in welchem Umfang Disruption oder Innovation überhaupt machbar sind. Möglicherweise handelt es sich um die beste Technologie, die aber nicht vom Markt angenommen werden kann. Nicht alle Innovationen folgen somit der S-Kurve, da die beste Lösung nicht immer diejenige ist, die sich am Ende durchsetzt. Zentrales Element ist auch der Preis einer Innovation. Dieser ist in vielen Fällen zwar hoch, spielt aber nicht immer die entscheidende Rolle. Vielmehr kommt es auf die Vorteile an, die die Disruption bietet. Wichtig ist die Richtung, in die es geht.

Anlegerthema mit Zukunft

In einer Welt, die durch technologischen Wandel und neue Entwicklungen gekennzeichnet ist, hören wir oft eine Vielzahl an Begriffen, wie FinTech, Kryptowährungen, Blockchain, künstliche Intelligenz und so weiter. Während einige davon nur temporäre Trends bleiben, werden sich andere als wichtige Schlüsselthemen etablieren – auch in der modernen Investmentwelt. Für Anleger ist es derweil schwierig, die richtigen Themen und Unternehmen zu identifizieren, zumal der Wandel immer schneller vorangeht.

Dauerte es früher Jahrzehnte, bis ein Unternehmen zum neuen Marktführer wurde, kann dies heute – gerade im Bereich der Hochtechnologie – sehr schnell gehen. Zweifelsohne gestalten innovative bzw. disruptive Unternehmen die Zukunft. Nicht selten geben technologische Vorreiter in ihren Bereichen die zukünftige Marschrichtung vor. Das Potenzial solcher Firmen lässt sich auch für Anleger erschließen. Eine wichtige Frage bei der Aktienauswahl lautet: Werden Investitionen in Forschung und Entwicklung gut gemanagt oder wird einfach nur Geld ausgegeben, ohne einen klaren Innovationsplan zu haben? Ferner gilt es, sich Kennzahlen und die qualitative Beurteilung anzuschauen: Ist das Geschäftspotenzial und der Markt für die Disruption groß genug? Außerdem ist es wichtig zu prüfen, ob das Management des jeweiligen Unternehmens nicht Luftschlösser baut.

Da zukunftsgerichtete Themen aus Investorensicht immer auch mit Verantwortung verbunden sind, sollten bei der Auswahl von Portfoliotiteln neben finanziellen Kennzahlen insbesondere Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden. Denn über den Einsatz eines mehrstufigen, qualitativen und quantitativen ESG-Filters können nicht nur Risiken minimiert werden, die aus nicht nachhaltigem Verhalten von Unternehmen entstehen. Vielmehr lassen sich unter den Aspekten Umwelt, Soziales und Unternehmensführung gezielt Renditechancen nutzen.

Anlageprodukte:

DPAM INVEST B Equities NEWGEMS Sustainable (BE6246061376 / BE0946563377)

Degroof Petercam AM (DPAM) ist eine in den Beneluxländern führende unabhängige Asset Management-Gesellschaft mit langjähriger Marktreputation in Long Only-Anlagekonzepten sowie spezialisierten Asset Management-Lösungen.

Weitere Anlagestrategien:

Die Kraft der Innovation | DPAM

Innovation treibt Gewinne, Gewinne treiben Aktienkurse. Diese Überzeugung ste…


DPAM

DPAM

Experten-Gastbeitrag

Innovatives Investieren in einer konzentrierten Welt | DPAM

Die letzten 3 Jahre wurden von wenigen KI-Techunternehmen dominiert. Jetzt br…


DPAM

DPAM

Experten-Gastbeitrag

Washington wird Anteilseigner | DPAM

Washington hat begonnen, seine Beziehung zur US-Wirtschaft zu ändern. Statt m…


DPAM

DPAM

Experten-Gastbeitrag