Um die Stars von morgen zu identifizieren, die von Zukunftstrends profitieren, müssen Wertschöpfungsketten und Wettbewerbsvorteile analysiert werden. Lesedauer 2 – 3 Min.
Ein Ansatzpunkt, langfristiges Wertentwicklungspotenzial zu heben, besteht darin, in die Zukunft zu schauen und zu analysieren, welche Themen und Branchen zukünftig in der Gesellschaft einen besonderen Stellenwert haben werden. Schon heute können viele Sektoren und Unternehmen daraus Kapital schlagen, dass sich disruptive Veränderungen ausbreiten und bisherige erfolgreiche Technologien und Geschäftsmodelle mit rasanter Geschwindigkeit ablösen. Schaut man sich den Transformationsprozess auf dem Weg in die Zukunft an, lassen sich nach eingehender Analyse sieben Themen identifizieren, die dabei eine maßgebliche Rolle spielen werden: Nanotechnologie, Umwelt, Wellness, Generation Z, E-Society, Industrie 4.0 und Sicherheit.
Letztendlich gilt es herauszufinden, welche Unternehmen dabei die wirklichen Gewinner mit überdurchschnittlichem Wertpotenzial sind. Ausgangspunkt dafür sind die Wertschöpfungsketten. Sie enthalten ganz verschiedene Elemente, von denen jedoch nicht jedes einen tatsächlichen langfristigen Mehrwert in sich trägt. Um die wichtigsten Treiber eines aussichtsreichen Themas zu identifizieren, sollte einer ganzen Reihe von Fragen nachgegangen werden, um die Spreu vom Weizen zu trennen: „Welches Glied der Kette einer technologischen Entwicklung ist am stärksten und bietet dauerhafte Preismacht?“, „Welche Glieder der Wertschöpfungskette werden überproportional profitieren?“, „Was sind die Katalysatoren einer exponentiellen Geschäftsentwicklung?“.
In einem nächsten Schritt müssen einzelne globale Unternehmen für den jeweils ausgewählten Teil der Wertschöpfungskette nach streng definierten Kriterien sowohl nach typischen fundamentalen Bewertungskriterien als auch nach Nachhaltigkeitskriterien miteinander verglichen werden. Schließlich geht es darum, diejenigen Unternehmen mit den größten nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen und einem möglichst langfristigen Fokus auf Innovation herauszufiltern.
Zukunftsthema E-Auto
Die Identifizierung der wichtigsten Treiber für eine technologische Entwicklung lässt sich am Beispiel von Elektrofahrzeugen veranschaulichen. Während auf den ersten Blick mit Regulierung, Infrastruktur und Batterien zunächst drei Faktoren maßgebend erscheinen, kristallisiert sich bei eingehender Analyse eher das Thema Batterien als wirklicher Erfolgsschlüssel heraus. Denn ohne kontinuierliche Weiterentwicklung von Batterien und Energiemanagement funktioniert eine E-Auto- Welt langfristig nicht, somit liegt hier der entscheidende Treiber des Themas.

Bei der Analyse der Wertschöpfungskette in der E-Auto-Produktion lässt sich erkennen, dass es neben Batterien und einer ganzen Reihe weiterer Elemente wie Rohstoffen, Komponenten, Herstellern, Ladeinfrastruktur und Recycling, die gegenüber der klassischen Autoproduktion keine oder nur wenige Abgrenzungsmerkmale bieten, vor allem der Antriebsstrang ist, der den Unterschied in Elektroautos ausmacht. Über diesen wird die Energie in entscheidendem Maße über sogenannte Leistungshalbleiter gesteuert.
Nanotechperlen: Infineon und ASML
Wer sind die Gewinner dieses Themas? Sicherlich Infineon. Der deutsche Halbleiterhersteller verfügt im Automobilsektor bereits über einen globalen Marktanteil von etwa einem Viertel. Während Halbleiter in der Historie eher ein zyklisches Geschäft waren, hat der Sektor am Aktienmarkt stark korrigiert – so auch Infineon, bei dem viele Analysten lange übersehen hatten, dass das Unternehmen gerade mit seinem Automobilstandbein über einen hohen Wettbewerbsvorteil und eine stark stabilisierende Komponente verfügt.
Ein Zulieferer von Infineon, und damit ebenfalls ein Profiteur des Megatrends E-Auto, ist der niederländische Maschinenhersteller ASML. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Lithografiesystemen für die Halbleiterindustrie. Mit der nächsten Produktgeneration, der sogenannten EUV-Lithografie, wird das Unternehmen seinen Marktanteil von derzeit 70 auf 100 % ausbauen können. Bei diesem neuesten Standard wird nicht mehr mit Licht gearbeitet, sondern mit extremer elektromagnetischer Strahlung. So wird ASML Maschinen für noch kleinere und schnellere, aber auch günstigere integrierte Schaltkreise bauen können. Bei dieser schwierigen und bislang in der Breite noch mit Problemen behafteten Technologie beherrscht bislang nur ASML die Serienproduktion von Anlagen für Elektroplatinen im Nanoformat. Beste Voraussetzungen für eine langfristig attraktive Börsenentwicklung – auch als Performancebaustein eines multithematischen Zukunftsaktienportfolios.
Anlageprodukte:
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