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SFDR: Ein Schritt zu mehr Transparenz für Anleger

Die SFDR ist für die Beratung eine Chance und ein echter Meilenstein in Bezug auf ESG-Transparenz. Erfahren Sie, was sie schon heute leistet, wie sie weiter ausgebaut wird – und wo sie dennoch vermutlich zu kurz greift.

Die kurz „Offenlegungsverordnung“ genannte SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) ist Teil des EU-Aktionsplanes zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums. Sie ist ein wesentlicher Aspekt der ESG-Regulierung der EU und für die Beratung eine Chance: als echter Meilenstein in Bezug auf ESG-Transparenz und für eine bessere Orientierung in dem großen Universum verfügbarer Fondsprodukte. 

Erste Stufe seit 10. März 2021 in Kraft

Nach ihr müssen die Fondsgesellschaften ihre Fonds in eine von drei Kategorien einordnen. Gemäß den Bestimmungen in unterschiedlichen Artikeln der Offenlegungsverordnung werden sie „Artikel-6-Fonds“, „Artikel-8-Fonds“ oder „Artikel-9-Fonds“ genannt.
Bei Fonds, die als Fonds nach Artikel 8 oder 9 eingeordnet sind, können Anleger sicher sein, nachhaltig im Sinne der SFDR zu investieren. Die Art und Weise, wie ESG-Überlegungen in den Investmentprozess einfließen, wird von den Fondsgesellschaften veröffentlicht.

  Artikel-6-Fonds
"Traditionelle Fonds"
Artikel-8-Fonds
"ESG-Fonds"
Artikel-9-Fonds
"Impact-Fonds"
Ansatz ESG wird nicht oder mit minimalem Standard einbezogen Investmentprozess fördert systematisch und explizit ESG-Merkmale der Kapitalanlage Der Investmentprozess soll ein ausweisbares außerfinanzielles Nachhaltigkeitsziel erfüllen
Nachhaltigkeit nein ja ja
Transparenz Reporting negativer ESG-Auswirkungen ab 2022 Reporting (negativer) ESG-Auswirkungen ab Mitte 2022 bei systematischer Minimierung im ESG-Investmentprozess
ESG-Integration Freiwillige Integration von ESG-Kriterien Bindender Einfluss von ESG-Überlegungen auf den Investmentprozess


Darstellung zur Illustration. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Zweite Stufe ab Mitte 2022

Ab 2022 müssen die Fondsanbieter zusätzlich über die Auswirkung ihrer Anlagestrategie in Bezug auf ESG-Kriterien in einem Reporting Auskunft geben. Damit soll auch die tatsächliche Nachhaltigkeitswirkung einer Fondsanlage transparent nachvollziehbar werden. An den Vorgaben zu den veröffentlichten Details und Reporting-Größen wird noch gearbeitet. Ab Mitte 2022 sollte aber die SFDR-Klassifizierung die Einordnung von Investmentprozessen mit der Dokumentation ihrer Wirkung auf das Portfolio verbinden, was in der Vergangenheit einerseits durch ESG-Siegel und andererseits durch ESG-Fondsratings jeweils nur einzeln möglich war.

Vorsicht: Nachhaltigkeit nicht geklärt

Leider ist die SFDR mit ihren Klassifizierungen auch in ihrer zweiten Ausbaustufe nicht der alleinige Gradmesser dafür, was als nachhaltig gelten darf. Derzeit (Stand Mai 2021) werden delegierte Rechtsakte der EU erörtert, aus denen sich Vorgaben für die geplante verpflichtende Erhebung der Nachhaltigkeitspräferenzen von Anlegern (ab Mitte 2022) ergeben. Danach dürfte sich abzeichnen, dass höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit gestellt und erfasst werden, als sie sich in der SFDR-Klassifizierung abbilden lassen. Möglicherweise wird sich in Deutschland eine Klassifikation nach dem sogenannten Verbändekonzept durchsetzen, das beispielsweise strengere quantitative Ausschlussregeln für kritische Unternehmensfelder anwendet Mehr dazu? Hier.

Weitere wichtige Aspekte

1. Regulierung überblicken

Die Ziele des Plans zeigen eines ganz klar: Regulierungsmaßnahmen unter den Stichworten „Taxonomie“, „SFDR“ und „Ergänzung zu MiFID II" betreffen die Anlageberatung massiv.

3. Anlageberatung auf Nachhaltigkeit ausrichten

Wer als Berater auf Nachhaltigkeitskriterien bei der Geldanlage achtet, kann die Widerstandskraft der Portfolios seiner Kunden stärken, die Rendite verbessern und Risiken reduzieren.

Alles Wichtige zur ESG-Regulierung

Nachhaltiges Investieren ist die Zukunft. Die ESG-Regulierung entwickelt den Rahmen dafür. Wir informieren Sie über den aktuellen Stand und die geplanten nächsten Schritte.

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